Sylter Häuser

Hier sehen Sie die typischen Syter Häuser

Im Unterschied zu den Friesenhäusern auf dem Festland, weisen die so genannten Uthlandfriesischen Häuser einen spitzen Giebel über der Eingangstür auf, welcher sich bis knapp unter den First erstreckt. Die Friesenhäuser des Festlandes haben einen breiteren, weniger spitzen Giebel. Diese Giebel (breit oder spitz) waren angelegt, damit bei einem Feuer das brennende Reet des Daches nicht vor die Eingangstür rutschte, sondern durch den Giebel gelenkt rechts und links davon herabfiel. Der Rettungsweg blieb somit stets frei.
Die Häuser stehen nahezu alle in Ost-West-Richtung, um dem vorherrschenden Westwind eine möglichst geringe Angriffsfläche zu bieten. Im dem Wetter zugewandten Westteil der Häuser befanden sich die Ställe, sodass der Wohnbereich auf der geschützteren Ostseite lag. Die Dachgeschosse der alten Häuser wurden in der Regel nicht zum Wohnen genutzt, sondern dienten als Heu- und Vorratslager. Dazu befand sich in dem oben erwähnten Friesengiebel eine Heuluke.
Weiteres Merkmal dieser utlandfriesischen Häuser war die "Klöntür". Diese Tür ist horizontal zweigeteilt, so dass die obere Hälfte geöffnet werden konnte um z.B. zu lüften. Die geschlossene untere Hälfte verhinderte, dass Kleintiere, die oft rund ums Haus gehalten wurden, in die Stube gelangen konnten. Durch die somit halb geöffnete Tür ließ sich vortrefflich mit den Nachbarn Schwatzen - Schwatzen = Syltfriesisch "Klöön" (Plattdeutsch "Klönen"); daher der Name dieser Türart.

Die verschiedenen Baustiele