Küstenschutz: Als Schutzmaßnahmen gegen die stetige Erosion an den Küsten der Insel Sylt begann man schon im 19. Jahrhundert mit der Errichtung von Holzpfahlbuhnen. Diese wurden rechtwinklig zur Küste in die See hinein gebaut. Später wurden sie von Metall- und schließlich von Stahlbetonbuhnen abgelöst. Diese Bauwerke erzielten jedoch nicht den gewünschten Erfolg, die durch Querströmungen verursachte Erosion zu stoppen. Die "Lee-Erosion", also auf der wind- und strömungsabgewandten Seite der Buhnen, verhinderte nachhaltige Sandablagerungen. In den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts versuchte man durch die so genannten Tetrapoden, die am Fuße der Dünen, sowie ähnlich wie die Buhnen ins Meer hinaus verlegt wurden, die Meeresgewalten zu stoppen - vergeblich. Die tonnenschweren, in Frankreich entwickelten vierfüßigen Betonbauten waren für den Sylter Strand zu schwer - sie versanken zum Teil im Sand. Auch sie konnten die Erosion nicht aufhalten. Seit den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts wird als zurzeit einzig wirksame Waffe gegen die Erosion Sand vor die Küsten der Insel gespült: Baggerschiffe pumpen ein Wasser-Sand-Gemisch an den Strand, wo es durch Bulldozer verteilt wird. Damit wird bei Sturmfluten lediglich der vorgespülte Sand abgetragen - die eigentliche natürliche Küstenlinie wird somit geschützt und die Erosion wesentlich verlangsamt. Negativ sind die immensen Kosten der Sandvorspülungen zu sehen; der Bedarf von jährlich einigen Millionen Euro wird zurzeit von Bundes-, Landes- und EU-Mitteln gedeckt.
Dünnenschutz: Ein sehr wichtiger Punkt sei hier auch angesprochen Dünnenschutz ist Inselschutz betreten Sie die Dünen nur auf den ausgewiesenen Wegen! Legen Sie sich auch bitte nicht zum Sonnen in die Dünen
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